Schwäbisches Kabarett vom Feinsten - VHS-Munderkingen
Schwäbisches Kabarett vom Feinsten

Schwäbisches Kabarett vom Feinsten

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Schwäbisches Kabarett vom Feinsten - „Neues aus dem Dohlengässle“


Gut 150 Besucher waren am Freitag, 22. September 2017 interessiert, „Neues aus dem Dohlengässle“ zu erfahren. Und sie kamen auf ihre Kosten! Die Rahmenhandlung ist schnell erzählt:

Die beiden Klatschbasen Josephe (Dietlinde Elsässer) und Hildegard (Ida Ott) bereiten sich auf den Besuch der neuen Mitbewohnerin vor und machen so allerhand Spekulationen wie die Neue in der Dohlengasse wohl sein würde. Als die weitgereiste und weltmännisch auftretende Emma (Gina Maas) schließlich eintrifft, ist die Überraschung groß. Statt eines leckeren Käsekuchens hat er Gast nur einen alten Hefezopf mitgebracht. „I bin Mülltaucherin“, ließ sie die völlig konsternierten Grazien wissen, „I sammel die Sachen, die die Leut wegschmeißen“, berichtete sie mit einer Mischung aus schwäbischen und amerikanischen Akzenten. Sie käme gerade vom australischen Outback, ließ die Neue wissen.

Nur wie erklärt man zwei schwäbischen Nesthockern diesen Begriff? „Also, das ischt sozusagen JWD. Viel Land und nichts sonst“, versuchte es Emma zu charakterisieren. „Also wie Rottenacker!“, kam die prompte Antwort und der Begriff „Outback“ hatte seine Fremdheit verloren. Dieses Beispiel zeigt gleichzeitig den Humor der „Drei von der Dohlengasse“: Pointierter Wortwitz, schlagfertige Dialoge (oder sollte man nicht besser Trialoge sagen?), ohne ins Derbe und Vulgäre abzugleiten.

Sie stamme, so erzählte Emma den beiden weiter, eigentlich von Tigerfeld und sei in jungen Jahren mit ihrer Mutter in den hohen Norden gezogen. „Ja“, so hakte Josephe gleich ein, „ da misset au Leit wohna, sonst wär’s bei ons voll bis under’d Biehne!“
Aber nicht nur mit ihren witzigen Gesprächen begeisterten die drei ihre Zuschauer, auch mit einigen Liedern, wie zum Beispiel „Das gibt’s nur einmal, das kommt nicht wieder“, „Schau mich bitte nicht so an“ und „Besame mucho“. Natürlich mit etwas abgewandelten Texten, aber vorgetragen mit hervorragender stimmlicher Qualität.

Der lang anhaltende Applaus am Ende der Veranstaltung spiegelte die Begeisterung des Publikums wider.
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