Rückblick: Rolf Stökler über das Thema „Himmelsfotos aus Munderkingen – Vom Werden und Vergehen der Sterne“ - VHS-Munderkingen
Rückblick: Rolf Stökler über das Thema „Himmelsfotos aus Munderkingen – Vom Werden und Vergehen der Sterne“

Rückblick: Rolf Stökler über das Thema „Himmelsfotos aus Munderkingen – Vom Werden und Vergehen der Sterne“

geschrieben von 

In Munderkingen den Sternenhimmel zu beobachten, sei gar nicht so einfach, erfuhren die rund 30 Zuhörerinnen und Zuhörer von Rolf Stökler.

Zum einen brauche man ein entsprechendes Equipment, um Himmelskörper, die infolge der Erdrotation als beweglich wahrgenommen werden, länger belichten zu können, zum anderen sei die Lichtverschmutzung ein Problem. Eine weitere Schwierigkeit sei der rege Luftverkehr, so dass des Öfteren ein Flugzeug durch die Aufnahme flog und den Sternenhimmel verunstaltete. Dennoch gelang es dem Hobbyastronomen, der an der „Schule an der Donauschleife“ Physik unterrichtet, seinem Publikum atemberaubende Bilder zu präsentieren.

Denn je länger man den Sternenhimmel belichtet, desto mehr Licht von Sternen kann man einfangen. So gelang es Rolf Stökler, Bilder vom Orionnebel, dem Adlernebel sowie dem Amerikanebel zu zeigen, allesamt Galaxien die Tausende von Lichtjahren entfernt sind. Immer wieder versetzte er mit den Dimensionen des Weltalls die Anwesenden ins Staunen. Auch dass heute kaum noch neue Sterne entstehen, war für viele eine interessante Erkenntnis, ebenso, dass viele Elemente, die auf der Erde vorkommen, wie zum Beispiel Gold, durch einen Meteoriteneinschlag herrühren.

Rolf Stökler, der zudem in der Laupheimer Sternwarte engagiert ist, gab auch Zukunftsprognosen ab, zum Beispiel über die Zukunft unserer Sonne, die jede Sekunde ca. 4 Millionen Tonnen an Materie verlieren würde. Diese Materie wird in Energie umgewandelt, wovon wir auf der Erde profitieren würden. Irgendwann, wenn die Masse aufgebraucht sein wird, werde sich die Sonne zu einem riesigen Ballon aufblasen, der sogar die Erde verschlingen könnte, um dann zu explodieren, so der Referent, der sein Publikum zusehend in seinen Bann zog. Allerdings brauche man sich keine Sorgen zu machen, dies sei erst in einigen Milliarden Jahren zu erwarten.

Aber eines wurde deutlich: Auch unsere Erde ist Teil des Werdens und Vergehens im Universum.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.