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Rückblick: Renate Hartwig erzählt über ihr neues Buch „Erbschleicher und §onstige Verwandte“

„Ich bin eigentlich keine Vorleserin, ich erzähle lieber“, bekannte die Autorin aus der Gegend von Neu-Ulm. U

nd so gestaltete sich die Autorenlesung zu einer kurzweiligen Erzähl- und Lesestunde über Hartwigs neues Buch „Erbschleicher und §onstige Verwandte“.

Im Mittelpunkt ihres Werkes stehen Nora und Peter. Durch Zufall erfahren sie während einer Autofahrt zu einem Treffen mit Freunden vom Tod von Peters Mutter. Völlig konsterniert müssen sie später zur Kenntnis nehmen, dass Peters Schwester und deren Mann schon zu Lebzeiten der Eltern einen Großteil des Erbteils an sich gebracht hatten. In ihrem Roman verarbeite sie viele Geschichten, die ihr Freunde und Bekannte erzählt haben, nebst eigenen Erfahrungen, ließ Renate Hartwig ihre interessierten Zuhörer*innen wissen. Aber es geht ihr auch um ein hochaktuelles Thema: Wie gehen wir in unserer Gesellschaft mit der Herausforderung des Älterwerdens um, aber auch mit der Moral oder Unmoral der Erben. „Wir reden nur von Gewinnmaximierung“, dies sei aber nicht auf alle Bereiche des Lebens übertragbar, sonst würde alles den eiskalten Marktgesetzen unterworfen, Mitmenschlichkeit und andere Werte blieben auf der Strecke, so Hartwig. So zeichnet sie in ihrem Roman verschiedene Charaktere, mitfühlende und übers-Ohr-Gehauene, aber auch eiskalt berechnende, die die rechtliche Lage schonungslos zu ihren Gunsten ausnutzen.

„Ich habe noch bei keinem Buch, das ich geschrieben habe, so viel mit meinem Mann über ein Buch gesprochen“, bekannte die Autorin freimütig. Denn das Thema Älterwerden und was tun, sei gerade ein Thema, das sie emotional umtreibe. Aus der Lesung entspann sich im Laufe der Zeit ein reges Gespräch mit dem Publikum, dem das mutige Engagement von Renate Hartwig sichtlich gefiel.


Das Buch wird Ende Oktober 2018 auf den Markt kommen.

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