VHS Archiv

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Rückblick : Blick hinter die Kulissen
Thema: Nachhaltige Waldbewirtschaftung


Revierförster Hubert Gobs führte am Donnerstag, 24. September rund 20 Interessierte durch den Wald des Munderkinger Kreisgartens.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten anhand von Ästen den Unterschied zwischen vier verschiedenen Nadelbäumen (Fichte, Tanne, Douglasie und Lärche)  selbst herausfinden, ebenso erklärte er anhand von befallenen Rindenstücken die zerstörerische Arbeit des „Buchdruckers“, einer bei uns heimischen Art des Borkenkäfers. 

Außerdem wies er auf einen Eindringling hin, das  lila blühende „Springkraut“, einer  ursprünglich aus Indien stammenden  Pflanze, die sich in unseren Wäldern und Gärten epidemieartig breit macht.

Besonderen Wert legte Hubert  Gobs aus das Prinzip der Nachhaltigkeit in der Forstwirtschaft, d.h. es darf bei uns nur so viel Holz geschlagen werden wie nachwachsen kann. „Deshalb haben wir in Deutschland immer einen gleichbleibenden Waldbestand“, so der engagierte Revierförster, dem die Führung sichtlich Spaß machte, zumal viele Teilnehmer Fragen stellten, sodass die zwei Stunden schnell verflogen.


In der Reihe „Blick hinter die Kulissen“ möchte die Volkshochschule auf interessante und lohnenswerte Orte  der näheren Umgebung aufmerksam machen.

Die nächste Veranstaltung dieser Reihe ist am 10. Mai 2016, wo Herr Pfarrer Dr. Thomas Pitour das katholische Pfarrhaus vorstellen wird.

Geschichta zum Verzwazzla ond Verbobbra : Eine Kooperationsveranstaltung der Volkshochschule Munderkingen mit dem Schwäbischen Albverein, Ortsgruppe Munderkingen (Freitag 13.11. 2015)

Der Schwäbische Albverein hatte zusammen mit der Munderkinger Volkshochschule die Mundartdichterin Petra Zwerenz zu Gast. Am vergangenen Freitag konnten die rund 30 Besucherinnen und Besucher humoristische Einblicke in den ganz normalen Alltag genießen. Denn jeder war schon mal beim Zahnarzt und hatte den Mund voll mit Watteröllchen und Saugern und sollte dann noch, mit pelzigen Lippen und eingeschränkt funktionierender Zunge, Fragen beantworten. Dass man in solchen misslichen Lagen schnell „verzwazzla und verbobbra“ könnte, wurde von der aus Reutlingen stammenden Schriftstellerin trefflich karikiert. Übrigens für Leserinnen und Leser, die nicht ganz so firm in schwäbischer Begrifflichkeit sind, eine kurze Übersetzung. Laut dem Standardwerk „Etymologie des Schwäbischen“ von Hermann Wax heißen die beiden Begriffe „vor Unruhe vergehen bzw. es nicht mehr erwarten können“.

Und so ging‘s weiter mit der Geschichte „Wo dr Aff no Mensch sei derf“, in die die nebenbei als Zoopädagogin in der Wilhelma arbeitende Schriftstellerin ihre Beobachtungen geschickt zur Geltung brachte. Zum Schluss kam noch die Schule dran. Die durfte nicht fehlen, denn Petra Zwerenz war bis zu ihrem Ausscheiden aus dem Schuldienst lange Jahre Grund- und Hauptschullehrerin. Dass Schüler sehr schnell vom eigentlichen Thema abkommen können und es schließlich nicht mehr um Landwirtschaft, sondern um das verletzte Meerschweinchen geht, das man gestern zum Tierarzt gebracht hatte, riss die Zuhörer zu Lachsalven hin.

Der ganz normale Alltag birgt eben manche Tücken. Und aus der Distanz heraus kann man auch darüber lachen.

Vortrag von Georg Kurz: Penzberg wurde Fairtrade-Town

Der gebürtige Munderkinger Dr. Georg Kurz, heute Leiter der Forschungsabteilung für klinische Chemie in Penzberg, südwestlich von München, war am Freitag zu Gast bei der VHS. Penzberg ist die 315. Fairtrade-Town in Deutschland.
Maßgeblichen Anteil an dieser Entwicklung hatte das „Interkonfessionelle Umweltteam“ in Penzberg, bei dem der Ex-Munderkinger von Anfang an mitarbeitete. Dem Zusammenschluss von Umweltaktivisten aus der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde sowie der muslimischen Gemeinde gelang es in wenigen Jahren, den Energieverbrauch der Gemeinden erheblich zu senken, so dass sie die EMAS- (Eco-Management and Audit Scheme)-Zertifizierung bekamen. Das Dach der Kirche wurde an eine kirchliche Umweltorganisation verpachtet, die eine Photovoltaik-Anlage baute, die heute über 80 Prozent des Strombedarfs des Kindergartens deckt. Eine große Rolle spielt die Öffentlichkeitsarbeit, so informierte man auf dem Markt über den „ökologischen Fußabdruck“, so nennt man die Energiemenge, die man bei einem bestimmten Lebensstil verbraucht. Hier sollte gezeigt werde, dass wenn alle so leben wir, 2,7 Erden nötig wären. (http://footprint-deutschland.de/)  
Als nächstes Ziel wurde die Zertifizierung als „Fairtrade-Town“  (https://www.fairtrade-towns.de/nc/startseite/)   ins Visier genommen und voriges Jahr umgesetzt. Im Juli 2014 beschloss der Penzberger Gemeinderat, dass man Fairtrade-Stadt werden möchte. Eine Steuerungsgruppe wurde ins Leben gerufen, der es gelang, fair gehandelte Produkte in vielen Geschäften, der Gastronomie sowie in den öffentlichen Einrichtungen zu platzieren. Am 13. Mai diesen Jahres wurde die Zertifizierung als 315. Fairtrade-Stadt in Deutschland gebührend gefeiert. (http://www.penzberg.de/292.html )
Im anschließenden Gespräch mit den rund 30 Anwesenden regte Kurz einen ähnlichen Weg Munderkingens an.

Das Kirchenkonzert „Essence of time“ der „brass band oberschwaben-allgäu“ in der katholischen Stadtpfarrkirche St. Dionysius am Sonntag, 10. Januar 2016

Das Konzert derbrass band“ zu Jahresbeginn ist seit Langem fester Bestandteil des Programms der VHS Munderkingen. Zusammen mit der katholischen Kirchengemeinde laden wir kurz nach Jahresbeginn die oberschwäbischen Klang-Virtuosen ein. Diesmal hatten sie unter dem Motto „Essence of time“ ein kurzweiliges Repertoire zusammengestellt. Unter der Leitung ihres Dirigenten Ueli Kipfer spielten sie unter anderen das Motto-Stück „Essence of time“, in dem der zeitgenössische britische Komponist Peter Graham versucht hat , die berühmten „Alles-hat- seine-Stunde“ (Koh 3) – Worte musikalisch umzusetzen. In gewohnter Bravour bot das Orchester eine anspruchs- und niveauvolle Unterhaltung, die die rund 90 Zuhörer mit großem Applaus quittierten

Munderkingen in den Wiederaufbaujahren (1945 – 1957)


Am Sonntag, 28. Februar, wurden im VHS-Raum im Alten Schulhof die Plätze knapp. Viele Munderkingerinnen und Munderkinger wollten den Erzählungen von Edelgard und Paula Braig, Benno und Walter Stöhr sowie dem ehemaligen Schreinermeister Josef Veser zuhören, wie sie die Nachkriegszeit erlebt hatten. Moderiert wurde der „Treffpunkt Alter Schulhof“ von VHS-Leiter Erich Pöschl, der zuerst Walter Stöhr bat, seine persönlichen Erlebnisse des Kriegsendes zu erzählen. Es erstaunte viele, wie detailgenau der ehemalige Frisörmeister diese Erinnerungen schilderte: Von einem schwäbisch sprechenden US-Soldaten, der den ehemaligen Landsern hilfreiche Ratschläge gab bis hin zur Angst vor der Rache der ehemaligen polnischen Zwangsarbeiter.

Auf die Frage von Pöschl, wie er die Kapitulation empfand, gestand Stöhr, er habe diese als Niederlage erlebt und Jahre gebraucht, bis er wieder normal Tritt in Zivilleben fassen konnte.  Verständlich, nach all den traumatisierenden Erlebnissen während der Zeit des Krieges. „Erleichtert war ich, wirklich erleichtert, dass alles vorbei war“, gestand Edelgard Braig. Kurz zuvor musste ihre Schwester die weiße Fahne der Kapitulation auf dem Kirchturm hissen, immer in Gefahr von fanatisierten deutschen Soldaten beschossen zu werden, die noch in den letzen Apriltagen die Donaubrücke in Luft gesprengt hatten.
Benno Söhr schilderte den florierenden Schwarzmarkt und das System der Bezugsscheine, mit denen die französische Besatzungsmacht die Verteilung von Lebensmitteln regelte. Auf die Frage des Moderators, ob am Tag nach der Währungsreform im Juni 1948 die Schaufenster quasi über Nacht mit Waren voll waren, schüttelten alle einmütig den Kopf.

So schnell ging das auch wieder nicht und die 40 DM waren schnell verbraucht. Aber man merkte den stetigen Wirtschaftsaufschwung, so produzierte das “Walba-Werk“  in Munderkingen die begehren Motorroller, neue Arbeitsplätze entstanden und „man vesperte wieder in der Wirtschaft und blieb länger hocken“, so die ehemalige Ratskeller-Wirtin Paula Braig.  Auch auf dem Bau gab es zusehends mehr Aufträge, ergänzte Josef Veser. Da es noch keine Fernsehapparate gab, ging man ins Kino. „Schwarzwaldmädel“  und andere Heimatfilme locken viele Munderkinger ins Kino, das sich bis in die 1970er Jahre halten konnte.
Angesprochen auf die bedeutendste positive Entwicklung seit 1945 waren sich die Zeitzeugen einig: 70 Jahre Frieden. Während die Entwicklung zu einer zunehmenden Vereinzelung allen Sorge bereitete. „Früher sind wir in den Wirtschaften zusammengehockt und haben gesungen, das ist leider vorbei“, meinte Walter Stöhr.
Insgesamt traf die Veranstaltung bei allen Beteiligten auf große Zustimmung. Da nicht wenige aus Platz- und Sicherheitsgründen abgewiesen werden mussten, planen Bertsche und Pöschl eine Wiederholung, die über Homepage, Donauboten und Tagespresse rechtzeitig mitgeteilt wird.

Herkunft schwäbischer Alltagswörter – eine spannende Reise durch die schwäbische Sprachgeschichte
von Studiendirektor a.D. Hermann Wax .

Ein Blick zurück

"Während meines Studiums musste ich mich mit Sprachgeschichte beschäftigen und in diesem Zusammenhang stieß ich auf Wörter, die ich von meinem Heimatort Schemmerhofen kannte“, so begann der frühere Englisch-, Französisch- und Geschichtslehrer Hermann Wax seinen Vortrag, der die gut 20 Anwesenden zwei Stunden lang in seinen Bann zog.

Beim Schwäbischen handle es sich um das größte Sprachgemisch in Mitteleuropa, schließlich seien französische und andere Heere mehrmals hier durchgezogen und schwäbische Söldner brachten Wörter aus fremden Ländern mit, die heute als solche nicht mehr erkennbar seien. So stamme die Zibebe, wie die Rosine mundartlich bezeichnet wird, vom arabischen „Al-Zibiba“ ab. Dies sei eine Folge der weitreichenden kulturellen Kontakte des Stauferkaisers Friedrich II. (13.Jahrh.) , das als gebürtiger Schwabe das Heilige Römische Reich Deutscher Nation von Palermo aus regierte und aus der benachbarten muslimischen Kultur viel übernahm.

Das geläufige „kuhnacht“ habe auch nichts mit den Kühen auf der Weide zu tun, sondern entstamme dem niederländischen Wort „cue“, was so viel wie „ein finsteres Loch ohne Licht“ bedeute. Auch das „Gsälz“ kam zur Sprache. Es handelte sich ursprünglich um das Konservieren mit Salz, was auch hörbar drinstecke, so Hermann Wax. Schließlich habe sich das Wort auf alle möglichen Konservierungsarten verbreitet, auch die Konservierung von Früchten, selbst wenn der Konservierungsstoff hier immer schon der Zucker war. Vom portugiesisch-spanischen Sprachraum habe sich dann das Wort Marmelade durchgesetzt, das sich vom spanischen Wort „el marmelo“ (die Quitte) herleitet. Heute setze sich das franzöische Wort Konfitüre immer mehr durch, „aber ich ess lieber a Gsälzbrot, da woiß i was drin isch, des weiß i bei dr Konfitüre it“, bekannte Wax und hatte, wie des Öfteren während seines Vortrags, die Lacher auf seiner Seite.

Dass der „dibl“ sich von griechischen Wort „Diabolos“ („der der alles durcheinanderbringt“, später deckunrsgleich mit dem Teufel) ableitet, verwunderte die Anwesenden ebenso wie die Herkunft der Worte „arschglatt“ aus dem Hebräischen. „Asch“ bedeute nämlich „stark“, und „aschglatt“ unterstrich die Stärke der Glätte. Aber da dieser Bezug vergessen wurde, sprang das ähnlich klingende Hinterteil ein.

Mit viel Humor, einer Portion Schlagfertigkeit und einem überragenden sprachgeschichtlichen Wissensschatz ließ der pensionierte Gymnasiallehrer keine Langeweile aufkommen. Jedenfalls, so resumierte die VHS-Leiterin Simone Bertsche, sei allen klar geworden, „dass wir uns unserer schwäbischen Sprache nicht zu schämen brauchen“.

Rückblick auf das Konzert des Gospelchors aus Gönningen

Der stimmgewaltige Chor aus Gönningen bei Tübingen riss am Sonntag, 3. Juli in der Munderkinger Dt. Dionysius-Kirche die gut 50 Zuhörer zu Begeisterungsstürmen hin.

Nicht nur klassische Gospellieder wie „To my Fathers House“ oder der Klassiker „Oh Happy Day“ wurden gesungen, sondern auch Stücke aus Musicals und Balladen. Besonders melodisch waren die getragene Darbietung des vertonten Psalms 121 sowie das Vaterunser auf Kishuaheli.

Der von Klaus Rother souverän geleitete Chor wurde von Herwig Rütt am Piano unterstützt. Klaus Rother führte durch das Programm und stellte die einzelnen Lieder vor.

Hier merkten die Zuhörer, dass sich bei manchen Stücken kleine Geschichten verbanden.

So integrierten die Gönninger Musiker, deren Sängerinnen und Sänger beeindruckende Soli darboten, auch Gebärdensprache in ihre Musik, was dem Munderkingen Publikum sichtlich gefiel.

Mehr als 200 Besucher strömten am Sonntag, 24. Juli in den barocken Pfarrgarten zur alljährlichen Sommerserenade. Just als die ersten Klänge des PREM-Quartetts ertönten, strömte allerdings ein ungebetener Gast ins Konzert: Der Regen.

 Obwohl es fast eine halbe Stunde von Himmel tropfte, verließen nur wenige das Konzert. Die meisten hielten unter ihren Regenschirmen aus. Denn die Musik der virtuos auftretenden Musiker aus Munderkingen und Umgebung sorgte für eine heitere Stimmung, der auch der Regen nichts anhaben konnte.

 Mit Evergreens wie „C’est si bon“ , „Plaisier d’amour“ „Night and Days“ bis hin zu „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ unterhielten die Musiker ihr begeistertes Publikum.bis der Bass schlapp machte und das Konzert definitiv abgebrochen werden musste.

Aber VHS-Leiter Erich Pöschl konnte die Anwesenden wenigstens auf eine Wiederholungsveranstaltung im Herbst vertrösten, allerdings dann nicht mehr „open air“ im Pfarrgarten, sondern in einem geschlossenen Raum.

 Wann diese stattfindet und wo, wird rechtzeitig bekannt gegeben. Die Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit.

Dass Manfred Hagen seit vielen Jahren ein begeisterter Wanderer ist, wurde allen Zuhörern schnell klar.

Durch seinen leidenschaftlichen und witzig gehaltenen Vortrag sowie atemberaubend schöne Bilder zog er die rund 20 Zuhörer in seinen Bann.

Ob es sich um Hohenlohe, die Sächsische Schweiz oder den Odenwald handelte, überall ließ er die Anwesenden an seinen Wanderungen teilhaben. Auch darüber hinaus wusste er Interessantes rund ums Wandern, so zum Beispiel sei der typische Wanderer jenseits des 50sten Lebensjahres und verdiene überdurchschnittlich gut.

Auch werde das Wandern nicht als Sport wahrgenommen, obwohl es sehr gesund sei. Dabei würde sich das Wandern in jeder Hinsicht lohnen. „Für mich ist Wandern in erster Linie ein Landschaftsgenuss“, bekannte Hagen. 

Zumal gerade die in den letzten Jahren prämierten Wanderwege, ob Tagestouren oder Fernwanderwege, ein bestens erschlossenes System an lohnenswerten Wanderungen bieten würden.

Rückblick - E-Books und Onleihe ausführlich erklärt

Die digitale Revolution ist omnipräsent, analoge Medien werden zunehmend durch digitale ersetzt“, so begann der Ehinger Gymnasiallehrer Torben Stolze seinen Vortrag über das System der Onleihe an öffentlichen Mediatheken.

VHS und Mediathek luden in einer Kooperationsveranstaltung interessierte MediatheksnutzerInnen ein, um sie mit der Möglichkeit vertraut zu machen, sich Bücher, Zeitschriften oder audio- und visuelle Medien auf ein heimisches Endgerät herunterzuladen.
Mehr als 2000 Bücher passen in den Speicher eines eBook-Readers, auch kann die Schriftgröße verändert werden, was vor allem für ältere Nutzer von großem Vorteil sei, so Stolze.

Für Mitglieder der Munderkinger Mediathek ist die Onleihe kostenlos. Die digital ausgeliehenen Medien werden nach der angegebenen Ausleihedauer gelöscht, so dass es keine Rückgabeprobleme mit Mahnungen etc. gibt.
Alles, was man braucht, ist Folgendes: Eine persönliche Nutzungslizenz, ein Lesegerät, eine passende kostenlose Software und einen Internetanschluss.

Stolze erklärte den rund 10 Anwesenden das Anlegen einer Adobe-ID, denn bei der Ausleihe müsse man sich identifizieren. Als Hilfsmittel empfahl  Stolze, der am Johann-Vanotti-Gymnasium Englisch und Französisch unterrichtet,  einige Youtube Tutorials , d.h. Videos der Onleihe Akademie, die sehr genau die einzelnen Schritte bei der Anmeldung erklären.
Anschließend könne man sich über die website  www.onleihe.de/neckar-alb  anmelden und sich in die Startseite der Munderkinger Mediathek einwählen.

Dann kann’s mit der Suche nach den gewünschten Medien los gehen.
Da die Onleihe durch die Leiterin der Mediathek, Anja Gronau, noch mehr publik gemacht werden möchte, wird die Veranstaltung mit Torben Stolze im nächsten VHS-Programm erneut angeboten.

Besuch der Ehinger Mevlana-Moschee am 20. 10. 2016


In der Reihe „Blick hinter die Kulissen“ besuchten mehr als 20 Munderkinger Bürgerinnen und Bürger die Ehinger Moschee, die dem türkischen Ditib-Verband angeschlossen ist. Geführt wurde die Gruppe vom Imam der Moschee und  von Engin Mutlu, der dem Vorstand des Munderkinger  Ditib-Vereins angehört. Den Höhepunkt bildete das Abendgebet, bei dem die Besuchergruppe anwesend sein durfte.
Die Besucher aus Munderkingen erfuhren, dass Moscheen, aufgrund des Bilderverbots im Koran, nur kalligraphische Darstellungen enthalten dürfen, zum Beispiel Verse aus dem Koran oder die Namen des Propheten Mohammed sowie der ersten vier Kalifen aus den Anfängen des Islams. 

Als sehr beeindruckend wurde die über 10 Meter hohe Kuppel empfunden, die der Akustik dient. „Den Iman muss man nicht unbedingt sehen, aber hören können, zumal er gegen die Gebetsnische spricht“, so erklärte Engin Mutlu die Funktion des reich verzierten Rundbaus.  Die Gebetsnische sei immer in Richtung Mekkas ausgerichtet. 

Der erst seit gut einem Monat tätige neue Imam betonte in einem theologisch gehaltenen Vortrag die Friedfertigkeit des Islams, der von Terroristen in ihrem Sinn böswillig instrumentalisiert würde. Diese Gewaltbereitschaft spiegle nicht den wahren Charakter seiner Religion wider.

Er beklagte, dass die Medien in Deutschland, wo er seit 12 Jahren lebt, zu negativ über den Islam berichten würden, deshalb seien Begegnungen wie diese für beide Seiten wichtig. „Wir müssen miteinander reden, nicht übereinander“, bilanzierte die VHS-Leiterin Simone Bertsche die gelungene Veranstaltung, der ein Abendessen im ehemaligen Walk-In folgte, das sich seit über zwei Jahren im Besitz des Munderkinger Ditib-Moschee-Vereins befindet.

Rückblick zum Theaterstück "Schneewittchen"

Zum Theaterstück der Laupheimer Amateurbühne waren diesmal mehr als 70 Besucher gekommen, vor allem natürlich viele Kinder, die gespannt dem Beginn des Grimm‘schen Märchens entgegenfieberten. Viele kannten den Inhalt schon und so konnten sie den Schauspielern gute Tipps geben. Auf die Frage der bösen Königin, die Schneewittchen nachstellte, an das Publikum, ob jemand wisse, wo Schneewittchen momentan wohnen würde, kam die prompte Antwort: „Das wissen wir auch nicht so genau!“ Denn verraten wollte natürlich keiner, dass sie jetzt bei den sieben Zwergen hinter den sieben Bergen lebte.

Geschickt verstanden es die Schauspieler, das Publikum immer wieder in das Märchen einzubeziehen und stets mit guten Erfolg. Mit schauspielerischem Können und einigen technischen Raffinessen gelang es den Laupheimern, das Munderkinger Publikum in ihren Bann zu ziehen. Und so waren alle erleichtert, dass die böse Königin samt ihrem Spiegel im Wald auf Nimmerwiedersehen verschwand und die Hochzeit von Schneewittchen und ihrem Prinzen stattfinden konnte, mit den Zwergen als Ehrengästen, versteht sich!

Im Anschluss stellten sich die Schauspielerinnen und Schauspieler einem Foto-shooting zur Verfügung und so manches Kind nutzte die Chance, sich mit einer „echten“ Märchen-Prinzessin fotografieren zu lassen.

Jedenfalls werden wir die Laupheimer Amateurbühne im nächsten VHS-Programm wieder willkommen heißen dürfen, mit einem neuen märchenhaften Abenteuer!

Am Sonntag, 13. November, konnte das Wiederholungskonzert für die ins Regenwasser gefallene Sommerserenade endlich stattfinden und erneut ließen es  sich weit über hundert begeisterte Zuhörer nicht nehmen, zur herbstlichen Sommerserenade zu kommen.

    Die vier Musiker des „Prem-Quartetts“, Pi Schleicher, Rainer Schmäh, Elmar Ertle sowie die Sängerin Monika Kneer begannen ihr gut zweistündiges Konzert mit Liedern aus Frankreich. Mit „Plaisir d’amour“ und „C’est si bon“ brachten sie gleich zu Anfang eine beschwingte gute Laune in den großen Saal des katholischen Gemeindehauses St. Michael,  die sich bis zum Schluss hielt.

   Kein Wunder, denn bei Liedern wie „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ und „Ich wär so gern wie du“ kann man nur schmunzeln. Weiter ging’s mit Klassikern wie des einst von Hildegard Kneef gesungenen Evergreens „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ bis hin zu melancholischen Balladen wie den „Streets of London“ von Roger Whittaker.

Durchs Programm führte Elmar Ertle, der durch seine humorvolle und schlagfertige Art des Öfteren die Lacher auf seiner Seite hatte. Die durchweg positiven Rückmeldungen an die VHS-Leitung bestätigten den Eindruck: Es war ein gelungener Konzertabend!

Narrenzunft und VHS luden den bekannten Freiburger Volkskundler Prof. Dr. Werner Mezger nach Munderkingen in den historischen Rathaussaal, der mit über 100 Interessierten fast aus den Nähten platzte.


Ursprünglich sei die Fasnet ein rein ökonomisches Fest gewesen. Während der 40-tägigen Fastenzeit mussten all die Dinge gegessen werden, die während dieser Zeit verboten waren, vor allem Fleisch- und Wurstwaren. Völlerei und dann nach dem Aschermittwoch das Gegenteil. So wundert es nicht, dass dieser Kontrast auf der Grundlage der Geschichtstheologie de Hl. Augustinus gedeutet wurde als „civitas diaboli“ (Herrschaft des Teufels) im Gegensatz zur „civitas Dei (Herrschaft Gottes). Anhand eines Bildes des niederländischen Malers Pieter Breughel charakterisierte Mezger diese beiden Lebensweisen, wobei die Fastnacht immer mehr den Charakter des Teuflischen bekam, was sich in den Teufelsmasken widerspiegelte, die mit dem ursprünglichen Zweck von Fastnacht nichts zu tun hatten.


Im späten Mittelalter entstand die Figur des Narren, und zwar nach einem Zitat aus Psalm 53 (nach der heutigen Zählweise). Dort steht: „Die Narren sagen in ihrem Herzen: ‚Es gibt keinen Gott‘“. Diese Figur passte natürlich gut zu der Gegenwelt der (Fress- und Sauf)-Lust der Fasnetszeit.


Einen ersten Dämpfer, so der Freiburger Direktor des „Instituts für Volkskunde der Deutschen des östlichen Europa“ bekam das Fastnachtstreiben durch die Reformation. In reformatorischen Gebieten wurde sie meist als katholischer Brauch verboten. Jede Konfession bediente sich bei ihrer Propaganda der Figur des Narren: Man sah die jeweils andere Konfession als Narretei an.


Der nächste Schlag kam von einer ganz anderen Richtung, nämlich vom Josephinismus, der von der Aufklärung geprägt war: Die Fastnacht und das bunte und zum Teil anzügliche Brauchtum galten als abergläubisch.
Im Nationalsozialismus schließlich machte man aus der Fastnacht ein germanisches Fest, entsprechend der Rassenideologie des Dritten Reiches. „Dies geistert bis zum heutigen Tag in manchen Köpfen herum“, bedauerte Mezger.
Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich das Fastnacht-Brauchtum weiter, neue Gruppen entstanden, bzw. wurden in die schwäbisch-alemannische Fasnet integriert wie der Brauch der Sachsenheimer „Urzeln“, die mit Maske, Peitsche und Krapfen eine Tradition aus Siebenbürgen in Rumänien überliefern.


Mit Betrachtungen über die Zukunft des Fastnachtsbrauchtums schloss Metzer seinen gut zweistündigen Parforceritt durch die Geschichte des Fastnachtsbrauchtums. Zum Abschied gab es außer kräftigen Beifall auch noch „saure Kutteln“ von den ehemaligen Ratskeller-Wirtinnen Ella und Paula Braig für den Freiburger Professor.

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