VHS Archiv

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Viel zum Lachen gab’s am Samstagabend, 20. Oktober 2020, als „Die Drei vom Dohlengässle“ über das Thema „Glück“ philosophierten. Mit urigen und humorvollen Dialogen rissen sie die rund 110 Besucher*innen zu Beifallstürmen hin. Was den Humor dieses Trios auszeichnet sind schlagfertige und pointierte Witze, überraschende Wendungen und eine Reihe von Lebensweisheiten, denen man sich nicht entziehen kann, und: Nichts unter der Gürtellinie. Dabei ist das Thema des Kabarett-Abends ein wahrhaft philosophisches: „Glück isch Glücksach“. Wer kann da widersprechen, zumal die Pointe am Schluss lautete: „Glück isch a Glücksach, des isch ganz klar, Glück kann man haben, aber glücklich muss man sein!“

Vieles bot Stoff zum Lachen wie zum Nachdenken: „Der Darm isch der Hüter unseres Glücksgefühls, wenn er stimmt, fühlen wir uns pudelwohl!“ oder kürzer zusammengefasst: „Wenns Ärschl brummt, ischs Herzl gsund!“ Auch um modernes Dating wie die „blind dates“ machten sich die drei Grazien aus der Tübinger Region so ihre Gedanken. „Ein blind date isch ein Treffen mit jemand, den man noch gat net kennt“, definierte Ida Ott den nicht gerade schwäbischen Begriff. „Do leg I mi lieber ins Gras und hoff blind, dass mi koi Zecka beißt“, konterte Dietlinde Elsässer. So kann man auch ein „blind date“ beschreiben. Jedenfalls hatte sie die Lacher auf ihrer Seite. 

Mit einer Vielzahl von gekonnten Gesangseinlagen, z.B. „Im weißen Rössl am Wolfgangsee“ und „Im Salzkammergut kann man gut lustig sein“ unterstrichen „Die Drei vom Dohlengässle“ ihre Qualitäten, so dass die Zuschauer das Trio nicht ohne eine Zugabe gehen ließen.

Rückblick: Die Amateurbühne Laupheim e.V. spielte am 3. November 2019  den Märchenklassiker „Rumpelstilzchen“

Vor 140 begeisterten Zuschauern, darunter natürlich viele Kinder, führten die Laupheimer auch in diesem Jahr ein Märchen auf. Inzwischen scheint es sich gut etabliert zu haben, denn viele Kinder kamen mit ihren Eltern oder Großeltern in die Aula der Schule an der Donauschleife. Viele der Schauspieler sind nicht wesentlich älter als die kleinen Zuschauer, sodass es der Gruppe leichtfiel, ihr Publikum in eine märchenhafte Zeit zu entführen…

Ein angeberischer Müller prahlt mit den Wunderkräften seiner Tochter, die angeblich Stroh zu Gold spinnen könne. Der König seinerseits, notorisch finanziell klamm, verspricht, ganz unstandesgemäß die Tochter des Müllers zu heiraten, wenn sich dies bewahrheiten sollte. Klar, dass sie dies unter Beweis stellen musste und zu diesem Zweck lässt der Monarch das arme Mädchen, das stets beteuert, es könne kein Stroh zu Gold spinnen, in einen Schuppen mit Stroh sperren. Plötzlich des Nachts erscheint unter Donner und Blitz ein kleines Männchen, das ihr gegen einen Obolus verspricht, den Strohballen zu Gold zu spinnen. Als des Morgens der König kommt, um die Künste der Müllerstochter zu inspizieren ist er fassungslos: Aus dem Stroh waren tatsächlich über Nacht Goldfäden geworden. Aber nun kommt die königliche Gier, es sollte in der nächsten Nacht das Doppelte werden, und so erscheint wieder das kleine Männchen, das aber diesmal das erste Kind der künftigen Königin als Lohn fordert. Schweren Herzens stimmt das Mädchen zu. Und schon bald wird Hochzeit gefeiert.

Aber es kam, wie es kommen musste: Der Zwerg fordert nach der Geburt des ersten Kindes seinen Lohn, es sei denn, das königliche Paar würde auf seinen Namen kommen. Voller Verzweiflung schickt der König seine Soldaten und seinen Postillion los, um den Namen des seltsamen Gnoms ausfindig zu machen, mit Erfolg, denn zufällig mitten im Wald sieht er das Männchen um ein Feuer tanzen und singen: „Heute back ich, morgen brau ich, übermorgen hol ich der Königin ihr Kind. Ei wie gut, dass niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß!“ Damit ist das Geheimnis gelüftet und das einst hilfreiche Zwerglein, das sich in ein boshaftes Monster verändert hatte, überlistet. Das Happy end war gesichert!

Mit einer gelungenen Aufführung, einem tollen Bühnenbild und einigen Szenen, in denen sie das Publikum in das Theaterstück einbezogen, stellen wieder aufs Neue die Schauspielerinnen und Schauspieler der Laupheimer Amateurbühne ihre Qualitäten unter Beweis.

In Munderkingen den Sternenhimmel zu beobachten, sei gar nicht so einfach, erfuhren die rund 30 Zuhörerinnen und Zuhörer von Rolf Stökler.

Zum einen brauche man ein entsprechendes Equipment, um Himmelskörper, die infolge der Erdrotation als beweglich wahrgenommen werden, länger belichten zu können, zum anderen sei die Lichtverschmutzung ein Problem. Eine weitere Schwierigkeit sei der rege Luftverkehr, so dass des Öfteren ein Flugzeug durch die Aufnahme flog und den Sternenhimmel verunstaltete. Dennoch gelang es dem Hobbyastronomen, der an der „Schule an der Donauschleife“ Physik unterrichtet, seinem Publikum atemberaubende Bilder zu präsentieren.

Denn je länger man den Sternenhimmel belichtet, desto mehr Licht von Sternen kann man einfangen. So gelang es Rolf Stökler, Bilder vom Orionnebel, dem Adlernebel sowie dem Amerikanebel zu zeigen, allesamt Galaxien die Tausende von Lichtjahren entfernt sind. Immer wieder versetzte er mit den Dimensionen des Weltalls die Anwesenden ins Staunen. Auch dass heute kaum noch neue Sterne entstehen, war für viele eine interessante Erkenntnis, ebenso, dass viele Elemente, die auf der Erde vorkommen, wie zum Beispiel Gold, durch einen Meteoriteneinschlag herrühren.

Rolf Stökler, der zudem in der Laupheimer Sternwarte engagiert ist, gab auch Zukunftsprognosen ab, zum Beispiel über die Zukunft unserer Sonne, die jede Sekunde ca. 4 Millionen Tonnen an Materie verlieren würde. Diese Materie wird in Energie umgewandelt, wovon wir auf der Erde profitieren würden. Irgendwann, wenn die Masse aufgebraucht sein wird, werde sich die Sonne zu einem riesigen Ballon aufblasen, der sogar die Erde verschlingen könnte, um dann zu explodieren, so der Referent, der sein Publikum zusehend in seinen Bann zog. Allerdings brauche man sich keine Sorgen zu machen, dies sei erst in einigen Milliarden Jahren zu erwarten.

Aber eines wurde deutlich: Auch unsere Erde ist Teil des Werdens und Vergehens im Universum.

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